Friday July 14th, 2017

Beyond Trans Visibility

from ALOK

2017: https://www.alokvmenon.com/blog/2017/7/14/beyond-trans-visibility

Originally written on Trans Day of Visibility 2015

1) “Trans” “Visibility” is an oxymoron. Trans is who we are, not what we we look like. We shouldn’t have to look like anything in particular in order to be believed for who we are. Visibility often is a form of (nonconsensual) labor that we have to in order to make our experiences coherent to others.

2) Trans Visibility is a cis framework. Who are we becoming visible for? Why do we have to become visible in order to be taken seriously? Non-trans people will congratulate themselves for our visibility but will not mention how they are the ones were responsible for erasing us in the first place. The trans movement isn’t about trans people moving forward, it’s about cis people catching up with us.

3) Invisibility is not the problem, transmisogyny is the problem. Trans people are harassed precisely because we ARE visible. Mandating visibility increases violence against the most vulnerable among us. The same system that will require trans people to be visible will not give institutional support to us when we are harassed precisely because we are visible.

4) Visibility often means incorporation. Often the only way we are respected as “legitimately” trans is if we appeal to dominant norms of beauty, gender, race, and establishment politics. Trans people should not have to be patriotic, change what we wear, undergo medical or legal transition, really should not have to do anything in order to be respected. We were and already are enough.

5) Visibility is easy. Organizing is hard. Sharing photos of trans people and calling us “resilient” and “beautiful” does little to address the persecution so many of us face. We cannot love ourselves out of structural oppression alone. How come media visibility of trans people has not resulted in the funding and support of our organizations, campaigns, and struggles?

Let’s push harder and demand more.

Tuesday March 1st, 2016

Divide and Rule – wer teilt, wer schweigt?

von SchwarzRund

2016: https://schwarzrund.de/divide-and-rule-wer-teilt-wer-schweigt/

»It is not our differences that divide us. It is our inability to recognize, accept, and celebrate those differences.«

Audre Lorde

»Das wissen halt ganz, ganz viele nicht, es ist eure Verantwortung es zu erklären!« der Kaffee im Aufenthaltsraum meiner Werkstatt erkaltet in meinen frostigen Händen, jegliche Wärme zieht sich Richtung Bauch, die Extremitäten erkalten, Beispielhaft wie bei einer Bilderbuch-Panikattacke.
Mit der Verletzung kommt die Verpflichtung sie zu benennen, mit der Mehrfachpositionierung kommt die Verpflichtung sich zu positionieren, mit der Politisierung kommt die unbezahlte Bildungsarbeit – der Community zu liebe, ganz freiwillig unfreiwillig.

»Wenn du diese Verletzung nicht mehr erfahren willst, dann musst du dir halt die Zeit nehmen es zu erklären!« Ich dachte, diese Satzkonstellation hätte ich mit der Kündigung hinter mich gebracht. Jetzt ist das Jahr 2016, seit neun Jahren bewege ich mich mehr oder weniger in separatistischen Gruppen: Schwarze Family, Queere Wahlfamilie und Linksradikale Organisation um meine Hoffnung zu nähren weniger erklären zu müssen. Leider stellte es sich als vergeblich heraus, doch wo früher die Möglichkeit bestand erzürnt aufzuspringen und sich Luft zu machen, ist nun nur noch ein mehrstimmiges Wispern zu hören: »wenn du das jetzt benennst, dann, ja dann, wirkt wieder Divide and Rule, dann sagen wieder alle »ah, da haben wir’s: alle Queers sind Rassisten« oder »ah da haben wir’s: Links sein heißt weiß sein« und »alle Schwarzen sind cis ».

Jedes Aufbegehren, dass nicht zu 100% auf Kosten der Verletzten geht, ist falsch, ist Divide and Rule und irgendwie nicht okay. Wenn es da draußen auch nur eine Person gibt die ein passendes Stereotyp bereit hält, sei lieber leise, es wird ja doch nur ausgenutzt. Community bedeutet unbezahlt ohne Rücksicht auf sich selbst lehren und lieben!
Nur das diese Community-Love potentiell nicht allen vergönnt wird, was bringt es mir von weißen Queers geliebt zu werden und anderseits nicht akzeptiert zu werden weil Schwarz, weil dick, weil pan? Wo genau steckt der Rückhalt in der Linken für mich wenn am Ende des Tages mein Vater als F* bezeichnet wird der Hilfe braucht um in diesem weißen Land anzukommen? Wo genau ist die Sicherheit in der Schwarzen hetero cis Community wenn meine Identitäten nur geduldet aber nicht verstanden, ignoriert aber nicht geliebt werden? Jede Kritik an einer Community kann als Divide and Rule gelesen werden, Silencing 101. Sie kann aber auch als das wahr genommen werden, was sie ist. Das ehrlichste Liebesgeständnis das ein Mensch zu geben im Stande ist, denn wenn ich mein Wissen, meine emotionalen Ressourcen, meine Hoffnung und meine Zeit investiere um zu kritisieren, dann muss das Objekt der Kritik mir am Herzen liegen. Wir Mehrfachdiskriminierten selektieren stark was wir kritisieren, und am Ende des Tages ist unsere Kritik immer eine Form von Anerkennung: ich weiß um die Bedeutung dieser Community, deswegen erkämpfe ich mir mit Schweiß und Tränen meinen Platz in ihrer Mitte, deswegen lehre ich ohne Bezahlung, deswegen ertrage ich Verletzungen. Deswegen beschäftige ich mich auch nicht mit einer generellen Deutschland-Kritik.

Meine kleine Seifenblase beschützte mich davor zu realisieren, dass nicht alle Menschen queer groß gezogen worden sind, meine Vergangenheit in der vieles unausgesprochen dekonstruiert war lies die Seifenblase ganz trotz all der Stiche, bis zu diesem Sommer. Sie sitzt vor mir, ist mindestens 20 Jahre jünger als die wichtigen Erziehungspersonen in meinem Leben, die bei den Wörtern »Mann« und »Frau« nur müde anfangen zu kichern. Sie erklärt mir, das binäre Klos wichtig sind und viele, viele Funktionen des Raumes Klos die nur Binär lebbar wären. Sie erklärt mir das es halt alles ganz neu für alle wäre und das die Mode »Trans oder_und queer zu sein« ältere Leute verwirre. Und auch die Kinder, und überhaupt Klassismus. ich wüsste das ja alles nur wegen meiner klassistischen Privilegierung. Auch Trans * sein ist irgendwie Klassenprivileg, klingt im Unterton mit, so Menschen wie sie, die könnten das schon lernen aber eben nicht -ja wer eigentlich? Das reproduzierte Bild des armen bildungsfernen Afrikaners schwirrt über unseren kolonialisierten Köpfen und mir wird mit jeder Sekunde schlechter. Ich denke an all die Geschwister auf dem Kontinent dank derer ich lernen durfte, dass Genderbinärität ein koloniales neues Konzept ist, eben eine Mode die sich als schon immer dagewesen verkaufen will. Ein bisschen referiere ich darüber wie problematisch ihr Konzept von Klasse ist, wie die Situation im Bezug auf Trans* und queer Personen diesbezüglich ist, dass etwas nicht wissen auch Privileg sein kann weil es eben keine Notwendigkeit gab etwas zu lernen, da mensch innerhalb der eigenen Community die konstruierte Norm ist.
Ich denke im Stillen daran, dass die Trans*personen die gerade Zielscheibe ihrer Abwertungen werden im Bezug auf Klasse schlechter gestellt sind wie sie, dass Schwarze Trans*Geschwister in allen Klassen ermordet werden, und #blacklivematters zu selten gefolgt ist von #blacktranslivematters, das #translivematters zu selten gefolgt ist von #blacktranslivematters.

Im Sekundentakt rattert sie runter, wie sehr sie mich unterstützen wolle, ihn ja trotz seiner Identität schätze und beendet doch jeden Satz mit »es ist halt was Neues«.

Auf einmal steht ein neuer Satz im Raum »wirkliche Geschlechter und falsche« und das dies halt für Kinder nicht wichtig sei. Das solche ja nie Eltern wären, ich fühle wie meine Ränder sich auflösen, ich verschwinde in ihrer Definition von Existenz und Wirklichkeit.
Bin nicht mehr, war nie.
An uns vorbei drängen sich andere Kids queerer und Trans*Eltern, alle nur Einbildung. Alle nur neu, gerade entschlüpft um ihr den wichtigen Raum Klo streitig zu machen mit ihren überzogenen Forderung Mensch sein zu dürfen.
Nachts schleiche ich mich aus meinem Zimmer, höre das Rascheln, eine Frau, letztes Jahr noch Teil der queeren Arbeitsgruppe gewesen, dreht sich erschrocken zu mir um, in ihrer Hand zerknittert gerade das Blatt auf das Kinder »All Genders« gestempelt haben. Ihre Schulter rammt die meine, ich verharre. Ich begreife erneut, das lesbisch nicht queer heißt, dass Community manchmal nur fordernde Liebe der Privilegierten heißt und Kälte gegen jene, die Anerkennung fordern.
Vor mir prangt nun wieder das Genderschild das Lisa Simpson darstellt, zum dritten Mal, nun auf frischer Tat ertappt, nun habe ich Gender-Lisas Rückkehr erlebt. Ich sollte erklären, lehren, aufklärend das Gespräch suchen und mit meiner Ruhe überzeugen, doch stattdessen reiße ich die Gender-Lisa ab, werfe sie in den Mülleimer des Bades, dort liegen zerknüllt weitere Kartoffelstempelschilder. Wenigstens weiß ich jetzt warum meine Extremitäten kalt sind, Panik nun auch an diesem Ort, der Wärme versprechen will.
Danach sitze ich zu hause, danach ist immer auch davor, schreiben andere freudig die in diesem Zusammentreffen das erste mal Ruhe gefunden haben. Danach ist immer auch davor, also muss ich benennen welche Ausschlüsse passiert sind, aber da sind eben auch die weißen Mitlesenden. Da ist eben auch Divide and Rule. Da ist eben auch die Angst Stereotype zu füttern. Also löschte ich alles Geschriebene, zog mich zurück, leckte die Wunden nur innerhalb der sub-sub-Community, versteckte mich bei queeren Geschwistern, stärkte andere und stärkte mich. Aber es reichte nicht, mir schwirrte weiterhin der Anspruch des Lernens und Lehrens im Kopf herum, warum wird in Communitys immer gefordert, dass eben jene die verletzt wurden lehren sollen, diese aber nie entscheiden dürfen durch Öffentlichkeit zu lehren?
Warum ist die Schuld des Divide and Rule in allen Communitys nicht bei jenen die durch Rassismus, Colorism, Anti-Queerness, Transfeindlichkeit, Sexismus, Klassismus etc. Menschen ausschließen sondern immer bei jenen zu suchen die diese Ausgrenzungen benennen um das eigene Überleben in der Gesellschaft und Community zu garantieren?
Wie lange ist Divide and Rule noch das tragende Argument um Ausschlüsse in unserer Community unbenannt zuzulassen? Wie lange bleibt das weiße/binäre/hetero/konservative Subjekt die Handlungsgrundlage für unseren Umgang miteinander?
Nie habe ich mich sosehr aufgenommen gefühlt in der queeren BPoC Community wie nach diesem Sommer, nie so ausgeschlossen von u.a. weißen monosexistischen Queers. Die Seifenblase in der ich Teil vom Wort Queer in diesem Land bin ist zerplatzt zwischen Rassismus und Monosexismus. Die Worte Liebe und Familie weiterhin beschreibend für meine Schwarzen Communitys, aber nun bitter im Rachen, hoffnungsvoll auf der Zunge und un_sicher im Wort.
»Es wird sich ändern« sag ich und hoffe auf Zustimmung von dir. »Das wird es« sagst du und ich nicke unmerklich. Community ist auch, dieser Moment mit dir, spüre ich im Stillen. Wir beide geben uns Raum und erkennen, akzeptieren und zelebrieren ein_ander im Anders, Audre wäre stolz auf uns gewesen.

Thursday January 1st, 2015

Alle Frauen sind weiß, alle Schwarzen sind Männer, einige von uns aber sind mutig [Dr. Zülfukar Çetin]

ZÜLFUKAR ÇETIN

2015-Cetin-Alle_Frauen_sind_weiss_alle_Schwarzen_si

Monday September 1st, 2014

Forschung und Soziale Arbeit zu Queer mit Rassismuserfahrungen

von Saideh Saadat-Lendle und Zülfukar Çetin

2014-Saadat-Lendle-Cetin-Forschung_und_Soziale_Arbeit_zu_Queer_mi

Wednesday January 1st, 2014

Der Schwulenkiez

Homonationalismus und Dominanzgesellschaft*

ZÜLFUKAR ÇETIN

2014-Cetin-Der_Schwulenkiez

Die erste Gruppe Lesben aus der Türkei in Berlin

von İpek İpekçioğlu

1995-Ipek-Die erste Gruppe Lesben aus der Türkei in Berlin

Die erste Gruppe Lesben aus der Türkei in Berlin 1992-19951

Während eines einjährigen Großbritannien-Aufenthal- tes als Au-pair-Mädchen hatte ich im zarten Alter von 18 Jahren schließlich mein Coming-out. Die Distanz zu meiner Heimat Berlin und zu meinem Elternhaus erleichterte mein Coming-out entscheidend. In Groß- britannien hörte ich von einer türkischen Lesben- und Schwulengruppe, die ich vergeblich zu kontaktieren versuchte. Als ich nach Deutschland zurückkehrte, hatte ich das starke Bedürfnis, andere Lesben aus der

Türkei kennenzulernen. So begab ich mich auf die Suche.

Zu meinem ersten CSD in Berlin anno 1991 nahm ich meinen kleinen heterosexuellen Bruder mit und sprach fast jede Lesbe an, die nach meiner Wahrneh- mung ,türkisch’ aussah: „He, bist du türkisch? Bist du lesbisch? Dann lass uns sofort eine Gruppe gründen!“

Einige Türkinnen waren durch mein ofensives Verhalten dermaßen eingeschüchtert, dass sie sofort

zurückschreckten. Einige wurden misstrauisch: „Was will die von mir?“ Andere reagierten mit Aussagen wie: „Was hat mein Türkischsein mit meinem Lesbischsein zu tun? Ich brauche keine Gruppe.“ Es gab auch solche Reaktionen wie: „Ich will mit anderen Türkinnen nichts zu tun haben.“

Mir wurde schnell klar, dass es nicht einfach sein würde, eine Gruppe zu gründen. Anscheinend hatten sich die meisten Frauen daran gewöhnt, ihre lesbische Identität vorrangig in einem deutschen Umfeld oder versteckt zu leben, so dass viele mit der Thematik ,les- bisch und türkisch’ Berührungsängste hatten.

Ich gab Anzeigen in verschiedenen Zeitschriften wie z.B. Blattgold auf und ging zu Veranstaltungen in der Ho nung, anderen zu begegnen. Schließlich fand ich einen Raum, wo wir uns tre en konnten, und hängte Zettel in Frauenkneipen, im Schokocafé, in der Begine und in der Lesbenberatung auf. So formierte sich 1992 eine Gruppe von Lesben, die aus der Türkei kamen und in der Bundesrepublik lebten.2 Die meis- ten waren Migrantinnen der zweiten Generation, so wie ich.

Die Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder waren unterschiedlich. Einige wollten ihr Türkisch verbes- sern, andere wollten Türkinnen kennenlernen oder sich eine eigene Community scha en. Mein Wunsch war in erster Linie, innerhalb dieser Gruppe das zu sein, was ich bin: türkisch und lesbisch. Eine Konstellation, die im Bewusstsein der bundesrepublikanischen Les- ben kein Thema ist. Fakt ist, dass immigrierte Lesben innerhalb ihrer Herkunftscommunity ihr Lesbischsein und innerhalb der deutschen Frauen- und Lesbensze- ne ihre ethnischen Identitäten nicht leben können. D.h. ein wichtiger Teil ihrer selbst muss in den meisten Fällen außen vor bleiben.

Durch die Gruppe hatten wir endlich die Gelegen- heit, beides zu leben, die Regeln selbst zu bestimmen und die für uns relevanten Themen anzusprechen. Für mich war es die Möglichkeit, mich mit anderen, die in einer vergleichbaren Situation waren, mit Themen wie Rassismus, Migration, Sexualität, Lesbischsein und dem Umgang mit der Familie gemeinsam auseinan- derzusetzen. Auch Alltagsprobleme wurden bespro- chen. Außerdem sind wir zusammen ausgegangen, haben gegessen und getanzt. Also sehr viel Spaß auf „türkisch“ gehabt. Nachdem wir uns und die Gruppe gegründet hatten, nahmen wir an Veranstaltungen wie z.B. dem Lesbenfrühlingstre en in Heidelberg, aber auch am Symposium der Frauen aus der Türkei in Deutschland 1995 teil. Wir wollten Präsenz zeigen und auf unsere spezielle Situation aufmerksam machen – was nicht unbedingt leicht war.

Leider hat sich die Gruppe nach zweieinhalbjäh- riger Existenz aufgelöst, obwohl sie uns allen sehr wichtig war. Die Bedürfnisse hatten sich auseinander- entwickelt: Einige wollten sich politisch engagieren und dabei ggf. an die Ö entlichkeit gehen, andere hingegen wollten keine politische Arbeit machen und begründeten dies damit, dass sie außerhalb die- ser Gruppe bereits genügend Kämpfe mit dem alltäg- lichen Rassismus, Sexismus und Heterosexismus zu führen hätten. Hinzu kam, dass einige befürchteten, durch die o ene politische Arbeit geoutet zu werden, was neue und weitreichende negative Auswirkungen für ihr Leben zur Folge gehabt hätte. Eine solche Argu- mentation spiegelt die Lebenssituation dieser Frauen als Lesben und Angehörige einer ethnischen Minder- heit wider. Ich fand die Existenz solch einer Gruppe an und für sich bereits politisch.

Zwar existiert diese Gruppe nicht mehr, aber alle Frauen sind ihren eigenen Weg gegangen, der jeweils mit Schwierigkeiten gesät war, und führen nun ein selbstbestimmtes Leben. Sie sind keine Objekte, son- dern handelnde Subjekte. Sie alle haben einen Weg gesucht und gefunden, ihr Lesbischsein, ihr Dasein als Immigrantin aus der Türkei, ihr Zweite-Generation-Da- sein und anderes, was diese Frauen an Identität und Kultur in ihrem Selbstverständnis und ihrer Lebens- weise ausmacht, miteinander zu vereinbaren und in ihren Alltag zu integrieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Frauen sich nicht mehr mit ihrer eigenen Situation und ihrem Selbstverständnis auseinander- setzen müssen.

Nach wie vor werden immigrierte lesbische Frauen, die nicht dem gesellschaftlichen Bild entsprechend konform leben, mit Klischeevorstellungen und der- gleichen sowohl von der Herkunfts- als auch von der Dominanzgesellschaft konfrontiert. Umso wichtiger ist es, dass sich neue Gruppen formieren.

(Endnoten)

  1. 1  Dieser Text ist ein Ausschnitt aus der Diplomarbeit „Les- bisch sein – Türkisch sein. Ein Widerspruch?! Selbst- bild lesbischer Migrantinnen der zweiten Generation aus der Türkei, die ihren Lebensmittelpunkt in der Bun- desrepublik Deutschland haben“ von Ipek Ipekcioglu eingereicht an der Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin 1997.
  2. 2  Die Frauen aus dieser Gruppe gehörten zu verschie- denen ethnischen und religiösen Minderheiten aus der Türkei. In einer unserer Diskussionen stellte sich heraus, dass sich nur eine einzige Frau in der Gruppe befand, die ,ausschließlich’ türkischer Herkunft war.
Saturday July 30th, 2011

Queer Anti-Racist Activism and Strategies of Critique: A Roundtable Discussion

from Tamsila Tauqir • Jennifer Petzen • Jin Haritaworn • Sokari Ekine • Sarah Bracke • Sarah Lamble • Suhraiya Jivraj • Stacy Douglas

Interview als .pdf zum Download